Teppich beim Umzug sicher transportieren
Ein Teppich gehört zu den sperrigsten Dingen, die bei einem Umzug bewegt werden müssen. Wer ihn einfach zusammenfaltet und in den Transporter wirft, riskiert Knicke, die sich nie wieder vollständig ausgleichen. Besonders hochwertige Teppiche aus Wolle oder Seide reagieren empfindlich auf dauerhaften Druck an derselben Stelle. Deshalb lohnt es sich, vor dem Transport zwei Dinge zu klären: wie der Teppich gelagert wird und wie er im Fahrzeug liegt.
Die wichtigste Regel lautet: rollen statt falten. Ein gerollter Teppich behält seine Form, während ein gefalteter Teppich an der Bruchkante dauerhaft geschädigt werden kann. Wer sich unsicher ist, warum das so ist, findet unter gerade gelegte Falten eine ausführliche Erklärung zu den Materialspannungen, die beim Falten entstehen. Vor dem Rollen sollte die Unterseite nach außen zeigen, damit die empfindliche Florseite geschützt bleibt. Bei sehr großen Teppichen empfiehlt es sich, zu zweit zu arbeiten, damit die Rolle gleichmäßig und nicht zu straff wird.
Für den eigentlichen Transport braucht die Rolle eine stabile Hülle. Packpapier oder eine Luftpolsterfolie verhindern, dass Schmutz oder Feuchtigkeit eindringen. Die Enden der Rolle lassen sich mit Klebeband fixieren, allerdings sollte das Band nie direkt auf dem Flor kleben. Im Transporter wird die Rolle liegend oder stehend verstaut, aber niemals so, dass schwere Gegenstände darauf drücken. Ein Keil oder ein zusammengerolltes Handtuch verhindert, dass sie während der Fahrt wegrollt.
Nach dem Umzug sollte der Teppich nicht sofort wieder ausgelegt werden. Er braucht ein bis zwei Tage, um sich an die neue Umgebung und die Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen. Wer diese Zeit investiert, verhindert, dass sich Wellen bilden, die später nur schwer zu entfernen sind. Ein sauber gerollter und richtig gelagerter Teppich übersteht jeden Umzug ohne sichtbare Schäden.